• • • Hahnenklee-Bockswiese

Gallerie der Paul Lincke Ring Träger

                                       Wenn auch die Jahre enteilen - so schrieb Paul Lincke - die Erinnerung bleibt

Der Paul Lincke Ring würdigt das Schaffen hervorragender Komponisten der Unterhaltunggsmusik und wird alle zwei Jahre von der heute zu Goslar gehörenden Kurortgemeinde Hahnenklee-Bockswiese verliehen, wo der berühmte Berliner Komponist Paul Lincke seine letzten Lebensmonate verbracht hat und auch begraben wurde

Berlin ohne Paul Lincke ! Es wäre nicht Berlin !

Wen dunnemals im Ballhaus die flotten Musikanten ihre frischgeölten Instrumente auspackten, packte es jeden. Da blieb vor Begeisterung keine Handfläche trocken und kein Fuß unter dem Tisch; jeder schwang die Tanzbeine.

Am 7. November 1866 in Berlin geboren, zeigte der kleine Paul eine frühe Faszination von Märschen und der Wachparade der Gardepioniere. Zuerst spielte er mit einem Quartett bei gutbürgerlichen Kränzchenfeiern. Am ersten September 1893 wurde er als Dirigent ans Apollo-Theater engagiert. Im Juli 1897 entführten ihn die Franzosen - als Dirigent an das berühmte Tingeltangel, das" Folies Bergere",in Paries. Sieben Jahre später wurden zur gleichen Zeit drei Lincke Operetten an der Seine gespielt, zehn Jahre später wurde Paul Lincke vom Minister der Schönen Künste in die Academie aufgenommen. Vor der Jahrhundertwende kehrte Lincke aber nach Berlin zurück.

Sind auch heute viele Stücke fast vergessen, so haben doch einzelne Melodien überlebt. Melodien, die schon damals Paul Linckes Weltruhm begründet haben wie:

  • "Luna Walzer"
  • "O Theophil"
  • "Das ist die Berliner Luft"
  • "Die Gigerlkönigin"
  • "Wenn auch die Jahre enteilen" und
  • "Glühwürmchen Idyll.

"Glühwürmchen"soll, der Anekdote nach, Paul LIncke auch die Ausreise aus Karlsbad kurz nach Kriegsende erleichtert haben, als ein Americanischer Officier eben dem Komponisten dieses Evergreens spontan ein Fahrzeug zur Verfügung stellte.

Lincke kam dann über das bayrische Arzberg in den Kurort Hahnewnklee, wor er 1946 seine letzte Ruhestätte fand.

Paul Lincke Ring Träger von 1955 bis 1961

1955 Friedrich Schröder

  • geboren am 6. August 1910 in Naefels/Schweiz
  • gestorben am 25. September 1972 in Berlin
  • Paul Lincke Ring 1955
  • Kapellmeister und Komponist zahlreicher Filmmusiken Operettenkompositionen
  • - HOCHZEITSNACHT IM PARADIES -
  • - NACHT IN SHANGHAI -
  • - ISABELLA -
  • Evergreens wurden die Lieder zu Filmen wie
  • - ICH TANZE MIT DIR IN DEN HIMMEL-
  • - MANN MÜßTE KLAVIER SPIELEN KÖNNEN -
  • - IMMER NUR DU -

1957 Gerhard Winkler

  • geboren am 12. September 1906 in Rixdorf Berlin
  • gestorben am 25. September 1977 in Kempten im Allgäu
  • Paul Lincke Ring 1957
  • Als Dank für diese Ehrung und in Erinnerung an seine Harzreise nach Hahnenklee-Bockswiese komponiert Gerhard Winkler die Kleine Harzer Suite mit den Sätzen Rosenhochzeit in Hahnenklee
  • und Hexentanz auf dem Bocksberg, die 1961 im Druck erschienen
  • Unzählige weitere Musikwerke aus Film und Operette säumen seinen Weg

1959 Rudolf Nelson

  • geboren am 8. April 1878 in Berlin
  • gestorben am 5. Februar 1960 in Berlin
  • Paul Lincke Ring 1959
  • In den 20er Jahren berühmt gewordener Musiker, Pianist und Komponist
  • Er schrieb Revuen für das Metropol-Theater und gründete das Nelson
  • Theater in Berlin Charlottenburg
  • Er produzierte bis 1927 zahlreiche erfolgreiche Revuen und Operetten
  • 1933 Emigration in die Schweiz. 1949 Rückkehr nach Berlin
  • Eine Gedenktafel ziehrt sein Wohnhaus in Berlin Charlottenburg, Kuhrfürstendamm 186.

1961 Hans Carste

  • geboren am 5. September 1909 in Frankenthal
  • gestorben am 11. Mai 1971 in Bad Wiessee
  • Paul Lincke Ring 1961
  • Filmkomponist mit Musik zu den Filmen - Roman einer Nacht - Varieté - Unvollkommene Liebe -. Filmschlager wie - Küß mich bitte bitte küß mich - und - Du trägst ein entzückendes Kleidchen - sind Evergreens geworden
  • Nach dem Kriege erlebte Carstes Operette Lump mit Herz in Nürnberg 1948 eine erfolgreiche Uraufführung
  • 1949 wurde der Komponist und Dirigent als Nachfolger von Friedrich Schröder Abteilungsleiter für Unterhaltungs -und Tanzmusik beim RIAS
  • Für die Tagesschau schrieb er die Erkennungsmelodie