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Wanderungen 2017

Karfreitagwanderung am14. April 2017

Liebe Heidi, wir warten auf den Bericht von der Karfreitagwanderung!!!

Wanderung auf der Teufelsmauer bei Blankenburg

Wanderung an der Teufelsmauer bei Blankenburg am 28.05.2017
von Angelika Hoppe

 

Gegen 10.00 Uhr traf sich eine gut gelaunte Wandergruppe am Kurhaus. Viele ursprünglich angemeldete Wanderer hatten wegen der für diesen Tag angesagten Temperaturen von ca. 30° abgesagt und so startete unsere Mini-Gruppe von sechs Personen bei strahlendem Sonnenschein in zwei Autos in Richtung Blankenburg. Die Teufelsmauer ist eine bizarre Felsformation, die sich am nördlichen Harzrand von Blankenburg bis Ballenstedt erstreckt. Am Einstieg zum Wandergebiet Teufelsmauer wurden Fotos gemacht und die Streckenführung besprochen. Gemeinsam entschieden wir uns für den Kammweg in Richtung Timmenrode. Die erste bizarre Felsformation, die wir bestaunten, war der Großvaterfelsen. Dann ging es weiter über den Teufelssessel, die Heidelbergwarte, die Teufelskanzel zur Gewittergrotte. Zwischen den Felsen hatten wir herrliche Blicke in die wunderschöne Landschaft rechts und links von der Teufelsmauer. Wir haben die Natur genossen, Pflanzen bestaunt, miteinander geplauscht und gelacht … auch wenn der Weg anspruchsvoll war, so haben wir es alle geschafft … trotz der Hitze! Bei einer Rast im Laubwald am Fuß der Teufelsmauer haben wir uns gegenseitig mit Überraschungen aus den verschiedenen Rucksäcken versorgt. Zurück ging es dann auf einem schattigen Waldweg zu unseren Fahrzeugen nach Blankenburg. Wir waren stolz auf unsere sportliche Leistung und glücklich, dieses Naturdenkmal auf einem Teilstück erwandert zu haben. Einen besonderen Dank auch an Hildegard Steffens, die diese Wanderung geführt hat und stets mit helfender Hand an schwierigen Wegstellen zur Stelle war. Gegen 16.00 Uhr kamen wir „pünktlich“ (wie geplant) wieder in Hahnenklee an.

Matjeswanderung mit dem Harzklub CLZ unter der Führung von Axel Pfannkuche

Matjeswanderung am 24.Juni mit dem
Harzklub Clausthal-Zellerfeld

von Volker Berrisch

10.30 Uhr Treffen mit unserem, Wanderführer Axel Pfannkuche auf dem Schützenplatz von Clausthal. Das Wetter war bedeckt aber trocken und so konnte unsere Wanderung zum Matjesessen in die Ziegelhütte beginnen. Entlang alter Wassergräben aus der alten Bergwerkszeit ging es in Richtung Prinzenteich. Axel Pfannkuchen hatte viele Neuigkeiten aus der alten Bergwerkszeit bereit und wir konnten uns ein bisschen vorstellen wie hart man in alter Zeit arbeiten musste um diese voraus Setzungen zu erreichen. Arbeiten ohne Maschinen alles mit der Hand, das Wasserregal ist schon ein Wunderwerk der Technik. Es ging kein Tropfen verloren, alles Wasser wurde zum betreiben der Bergwerke, Pochplätze und Gruben benötigt. Noch heute funktionieren Teile dieser Anlagen einwandfrei. Nach 2,5 Stunden Wandern erreichten wir die Ziegelhütte und uns erwartete ein tolles Matjesessen mit einem kühlen Bier. Um zwei Uhr trennten sich dann unsere Wege, die harten gingen zu Fuß zurück zum Schützenplatz und die Anderen hatten schon vorsorglich Ihre Autos an der Ziegelhütte geparkt. Man trennte sich mit dem Gedanken mal wieder mit dem Harzklub Zweigverein Clausthal-Zellerfeld eine Wanderung zu veranstalten. Unseren Dank an Axel Pfannkuche für diese lehrreiche Wanderung .

Grünkohlwanderung im November 2017

Grünkohlkönige 2017 Gabi Petzold und Otto Dahle

Grünkohlwanderung am 11.11.2017 zum "Berghotel
von Heidi Stagge

....erst eins, dann zwei, dann drei, dann 4 und dann standen 24 Grünkohlwanderer vor der Kurhaustür! Trotz des echten Novemberwetters mit Regen und Schneeschauern hatte sich doch eine richtige Wandergruppe eingefunden und pünktlich um kurz nach 11 Uhr ging es auf dem Märchenweg zum "Haus Sonnenschein", wo die Bockswieser schon bei einem leckeren Glühwein auf uns warteten. Erinnerungen an 2014 wurden wach, als wir bei strahlendem Sonnenschein draußen auf Bärbel Widders Terrasse gesessen hatten und eigentlich gar nicht wieder aufstehen wollten. Aber auch diesmal fiel es uns nicht leicht, die gemütliche Gaststube zu verlassen und wieder in den kalten Nebeltag hinauszugehen. Aber der Grünkohl wartete und so ging es um 12.30 über den Jägerstieg, den Kurpark und den Ringweg zum "Berghotel". Pünktlich um 13 Uhr kamen wir dort an um auf die Hahnenkleer zu treffen, die direkt dorthin gekommen waren. Unsere 1. Vorsitzende Hildegard Steffens begrüßte dann alle 34 Gäste und Harzklubmitglieder mit einer kleinen Ansprache und eröffnete das Buffett. Wie nicht anders bei Herrn Engelhard zu erwarten gab es Grünkohl vom Feinsten – mit Bregenwurst, Harzer Schmorwurst, Kassler und Bauchspeck und es wurde ordentlich zugegriffen und gegen Ende des Essens kam die Königskrönung immer näher! Sehr zu ihrer eigenen Überraschung wurde unsere Kulturwartin und Museumsleiterin Gabi Petzold auserkoren und an ihre Seite wurde Otto Dahle, einer unser langjährigen Wanderführer, gestellt. Beide nahmen ihre Regentschaft an und bekamen ihre Ketten überreicht, in die jetzt noch ihre Nahmen eingraviert werden. Und wie in den vergangenen Jahren saßen wir noch lange bei Bier, Wein und Kaffee und ließen das vergangene Jahr mit den Veranstaltungen im Museum, den Grillfesten und der Arbeit auf den Wanderwegen an uns vorüberziehen. Nach einem Schnaps auf Kosten des Hauses wurde sich verabschiedet und schon einmal für den Karfreitag 2018 zum "Eieressen" im Haus Sonnenschein bei Bärbel Widder verabredet.

Seniorenadvent beim Harzklub

Seniorenadvent beim Harzklub
von Heidi Stagge
Wie jedes Jahr hatte der Harzklub Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese die älteren Bürger unserer kleinen Gemeinde zum Seniorenadvent zu Kaffee und Kuchen in die „Seerose“ eingeladen. Nachdem die erste Vorsitzende Hildegard Steffens die Gäste begrüßt hatte, las Anneliese Ehrke eine Weihnachts-geschichte vor. Kaum war der Kuchen von den Tellern verschwunden, lagen die Fragen eines kleinen Quiz auf den Tischen, und die Gewinner, die tatsächlich wussten, dass der Weihnachtsmann von Coca Cola erfunden wurde, konnten kleine Basteleien mit nach Hause nehmen. Und das Beste kommt bekanntlich immer am Schluss, und war dann der Auftritt der Kindergruppe „ Die Waldluchse“. Unter der Leitung von Runhild Hoffmann und Manuela Schlamelcher präsentierten sie ihre neuesten Lieder, und wieder einmal zogen sie mit ihrer Natürlichkeit und Begeisterung alle Gäste in Ihren Bann. Begleitet wurden sie mit dem Akkordeon von Harry Repischke, der dann auch mit seinen Weihnachtsliedern das gemütliche Beisammen sein ausklingen ließ.

Bergwiesen im Harz

Juli 1961, Sensen der Bergwiese bei Familie Wiebe

Bergwiesen in Hahnenklee-Bockswiese

von Christine Eggers

Bergwiesen begleiten mich seit Kindheit an – haben wir doch aufgrund der Größe und Hanglage des elterlichen Grundstückes sogar eine eigene Bergwiese als Garten und hinter dem Haus die sog. Tannhäuser Wiese, eine Forstwiese, auf der wir im Winter mit den anderen Hahnenkleern Ski liefen. Karl-Heinz Maurer hatte dort zusammen mit seiner Frau Hilde eine Skischule. Der Bau der Seilbahn beendete diese winterliche Nutzung. Die Wiese der Familie Weiss – dort gab Franz Peinelt Skiunterricht - war nun Treffpunkt für Skifahrer.

Die Wiesen wurden jedes Jahr einmal gemäht. Das Mähgut wurde entfernt. So blieben die nährstoffarmen Magerwiesen erhalten. Im Juli kamen die Gemeindearbeiter mit Sensen zur Mahd nach Johanni (24. Juni). Die ganze Familie, auch wir Kinder, packten mit an. Das Heu wurde zusammengeharkt. Wir nutzen es nicht als Winterfutter, wie es die Bergleute früher für Ihre Harzkuh oder ihre Ziegen taten, sondern fuhren es ab. Danach wurde gemeinsam Abendbrot gegessen und alle feierten in froher Runde die „Heubergung“.

Die damals kleinen Orte Hahnenklee und Bockswiese lagen inmitten der Bergwiesen. Der „Oberharzer Dreiklang“ von Wald, Wiese und Ortschaft prägte die Landschaft und lockte Feriengäste in den Harz. Mit Ende des Bergbaus war natürlich jeder froh darüber, aber leider war eine zunehmende Bebauung der Wiesen die Folge. So blieben in Hahnenklee-Bockswiese - zählt man die Wiese am Auerhahn dazu- nur sieben Bergwiesen übrig, die sich heute im Besitz der Landesforsten, der Stadt Goslar und privater Hand befinden.


Nun wird sich der Leser fragen: was ist das Besondere an diesen Bergwiesen?
Sie sind von Menschenhand geschaffene Biotope, die nur durch regelmäßige Pflege - hier Mahd und Entfernen / Ernten der Biomasse (Heu)- erhalten bleiben. Ohne Pflege würden sie schnell verbuschen und später in Wald übergehen (natürliche Sukzession). Durch die spezielle Nutzung entstanden nährstoffarme Magerwiesen in einer Höhe von 400 – 800 m.ü.NN (montan), in einem rauen Klima, das durch viele Niederschläge, kalte Winter und kurze Vegetationsperioden geprägt ist.
Ihre schönste Ausprägung erreichen sie auf ca. 600 m, also auch in Hahnenklee! Sie sind in ihrer Artenvielfalt einzigartig, manche Pflanzen gibt es nur hier. Diese Oberharzer Pflanzengesellschaften sind Lebensraum für viele Tiere (u.a. Insekten, Reptilien, Vögel, Kleinsäuger), von denen sich weitere Tierarten ernähren. Die Europäische Union erkannte die Einzigartigkeit und beschloss, diese Biotope für nach uns kommende Generationen zu bewahren. Sie stellte die Oberharzer Bergwiesen unter ihren besonderen Schutz und erklärte sie zu FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat = Pflanzen-Tiere-Lebensraum).

Die meisten Leser wissen, dass ich Biologielehrerin i.R. bin. Es war und ist mir ein besonderes Anliegen, anderen Menschen die Schönheit der Natur und deren Erhaltenswürdigkeit zu vermitteln. Nach dem Motto: „Man sieht nur, was man weiß“ biete ich seit 2017 „ Wanderungen zur Bergwiesen-Blüte“ an. Auch im Jahr 2018 finden diese 2-stündigen Exkursionen wieder statt, natürlich zur Zeit der Bergwiesen-Blüte in den Monaten Mai und Juni bis hin zum Johannistag. Termine finden Sie unter „Wanderungen“ in diesem Heft und bei den Aushängen am Kurhaus.
Schlussendlich möchte ich den Begriff „Oberharzer Dreiklang“ für Hahnenklee erweitern. Unser Ort liegt inmitten des UNESCO-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserregal. 10 Teiche gehören quasi zu uns, wir haben die größte Teichkaskade. Immer wieder öffnet sich auf den Wiesen der freie, unverbaute Blick auf die Landschaft und auf den „Hahnenkleer Vierklang“: Wald, Wiese, Ortschaft und Teich. Ihn zu erhalten sollte unser aller Anliegen sein.