• • • Hahnenklee-Bockswiese

Unser Heimatmuseum: Impressionen

"Wenn auch die Jahre enteilen" - so schrieb Paul Lincke .

Ihm zu Ehren gibt es im Museum die Paul-Lincke-Ecke mit vielen alten Erinnerungen.

Das Kriegsende verschlägt den Schöpfer der Berliner Operette Paul Lincke nach Hahnenklee. Hier bereitet er sich trotz seines hohen Alters (* 7. November 1866 in Berlin) und seiner angeschlagenen Gesundheit auf eine neue Tournee vor.
Am 3. September 1946 stirbt Paul Lincke im Krankenhaus von Clausthal-Zellerfeld und wird auf dem Waldfriedhof von Hahnenklee-Bockswiese beerdigt.

Der Paul-Lincke-Ring wurde seit 1955 alle 2 Jahre an bedeutende Künstler der Leichten Muse verliehen, seit 2016 findet die Verleihung jährlich statt.

Galerie:  Paul-Lincke-Ringträger

                    Virtueller Rundgang durch unsere Heimatstube

                  Alte Trachten, Berkwerksuniformen und Werkzeuge der ehemaligen Bergleute

       Erinnerungen an die Zeit des Bob- und Rodelsportes in Hahnenklee-Bockswiese

          Grosses S mit Krähennest, Vorstand auf einem alten Bob im Heimatmuseum

Die Bürgermeisterkette des ehemals selbständigen Kurortes Hahnenklee-Bockswiese

Winter in Hahnenklee-Bockswiese : Erinnerungen an den Bob- und Rennrodelsport am Bocksberg

Winter in Hahnenklee-Bockswiese
von H.Jacobs, ehemaliger Kurdirektor

Unter den zahlreichen und vielseitigen Wintersportplätzen des Harzes nimmt Hahnenklee-Bockswiese eine Sonderstellung dadurch ein, da es über eine allen internationalen Anforderungen entsprechende Bobbahn verfügt. Sie wurde im Jahre 1923 von dem Berliner Architekten Zensinsky erbaut und ist seit dieser Zeit Austragungsort vieler nationaler und internationaler Bob- und Rennrodelmeisterschaften gewesen, aus denen die XIII. Europa-Rennrodelmeisterschaften im Jahre 1955 besonders herausragen. Die vom Bocksberg aus 725 m Höhe bis an den Ortsausgang von Hahnenklee-Bockswiese führende Bobbahn ist nicht nur durch ihre technischen Daten, sondern auch durch ihre einmalige Lage interessant und bemerkenswert. Fast will es scheinen als habe eine einsichtsvolle Natur den Bocksberg so, wie er ist, geschaffen, um auf seinem Rücken eine so ideale Bobbahn aufnehmen zu können. Die Kurven sind bei den Rennen stärksten Belastungen ausgesetzt. Und doch hat sich die Hahnenkleer Bobbahn immer als sicher erwiesen, weil sie ca. 150 cm breit ist und so in der Erde liegt, dass ein Bob nur bei schweren Steuerfehlern aus der Bahn geschleudert werden kann. Diese Empfindung bestätigen auch die Bobfahrer, wenn sie beim Training oder bei Meisterschaften auf ihren schnellen Riesenschlitten durch die spiegelblanke Eiswanne jagen, die jedes Jahr mit grösster Sorgfalt auf - und ausgebaut wird. Zur sachgemässen Vereisung ist entlang der Bobbahn eine Wasserleitung vom Ziel bis zum Start verlegt worden. Sie ermöglicht insbesondere bei Viererbobrennen die Ausmauerung der Kurven mit Eisblöcken und deren Verfugung durch Berieselung. In dem grossen Winterparadies Harz ist Hahnenklee-Bockswiese durch seine Bob- und Rodelbahn zu einem führenden Wintersportplatz geworden. In den 60er Jahren wurde dann aus Ermangelung langer Winter mit viel Schnee der Aufbau der Bob- und Rodelbahn eingestellt.

Auszug aus - Der Kurgast - vom 7. Januar 1961

                                              Bobbahnbau in den 30er Jahren am Bocksberg in Hahnenklee

Bilder aus dem Nachlaß Franz Peinelt und Heimatmuseum