• • • Hahnenklee-Bockswiese

125 Jahre Heilklimatischer Kurort Hahnenklee-Bockswiese

eine Reise von 1882 bis 2011
zusammengestellt von Kurt Meyerhoff und Axel Pfannkuche bis 2007
ab 2008 Volker Berrisch und Heino Wohlert

Die Jahre 1931 bis 1940

1931

Der Bergbau auf der Grube “Herzog August und Johann Friedrich” in Bockswiese wird am 1. August 1931 endgültig eingestellt. Der gesamte Erzbau im Oberharz wurde im Frühjahr 1930 aufgegeben. Der Oberharz brach Ökonomisch zusammen.  

1932

Der “Herzog August Schacht” mit Grundstück wurde für 400 Reichsmark verkauft und damit der Grundstein für die Jugendherberge gelegt. Erster Herbergsvater war der bis dahin auf der Grube als Fahrsteiger tätige Karl Loorz.
1932 und 1934 errang Hahnenklee-Bockswiese bei einem staatlichen Wettbewerb den Titel “erfogreichster Kurort im Harz”

1933

Ausbau der Ortsstrassen. Wilhelm Meyer wurde Bürgermeister und Kurdirektor bis 1935

1933-1939

Unterhielt die Gemeinde Hahnenklee-Bockswiese auf dem Gelände des
“Johann Friedricher Schachtes” eine Kiesmühle. Sand, Kies -und Quarzkies wurden aus dem Abraum der Halde für Wege -und Gartenbau im Bereich der Gemeinde und der näheren Umgebung produziert.  

1933

Gründung der “Sportgemeinde Hahnenklee-Bockswiese eV”.

1934

Erstes Schützenfest in Hahnenklee. Schützenkönig wurde Otto Bienhoff.
10. Juni 1934 Eröffnung der “Wasserrodelbahn” im Waldseebad.
Bau eines Feuerwehrhauses mit Schlauchtrockenturm an der Strasse nach Bockswiese. Im Obergeschoss eine Einliegerwohnung. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. Sep.1934.
Anlage von 3 Tennisplätzen mit Zuschauertribüne unterhalb des “Karpfenteiche”.
Bockswiese und Hahnenklee haben zusammen 1038 Einwohner in 200 Gebäuden.
Auf Initiative des Heilpraktikers Ferdinand Steifere wurde ein 9 Loch Golfplatz angelegt.
Der Bau wurde am 15. September 1934 begonnen.
Am 15. Juni 1934 tagt erstmals der Vorstand des Fremdenverkehrsvereins . 

1935

Einführung der obligatorischen Müllabfuhr.
Einrichtung eines Gemeindekindergartens.
Abbruch der Bergwerksgebäude in Bockswiese und erste Umgestaltung der östlich der Autostrasse gelegenen Abraumhalden zu Terrassen und Grünflächen.
Pflanzung von Kastanien an der Wiesenstrasse in Bockswiese.
Pflanzung von Linden am späteren “Paul Lincke Weg”( Von Ecke Kurhausweg/Lautenthaler Strasse bis zum Waldfriedhof).
Einrichten einer Wetterstation.
Einführung von Wappen, Fahne und Amtskette.
17.04.1935 Wappen nach dem Berliner Heraldiker Cloß. 15.11.1935 vom Präsidenten der Provinz Hannover bestätigte Ortbezeichnung Hahnenklee-Bockswiese.
Bau des Rathauses auf dem Gelände des 1911 abgebrannten Grandhotel Kurhaus. Einweihung am 16. November 1935.  

1936

Einrichtung einer Kurbadeanstalt und Lesesaal im vorherigen Verwaltungsgebäude der Kurverwaltung, nach dem Umzug ins nebenan gelegene Rathaus.
Dr. Bonhage erstellt die erste Wegekarte.  

1937

Am 22 Mai 1937 wurde in Hahnenklee-Bockswiese ein neues “Barkamt” des “Oberharzer Heimatbundes” gegründet. “Geschwurner” = 1.Vorsitzender war Schneidermeister August Metje. 1939 Zusammenschluss mit dem Harzklubzweigverein Hahnenklee-Bockswiese.
Wurde am Centralhotel vom Besitzer Dietrich Merz ein “Kurlichtspielteather” mit etwa 150 Sitzplätzen angebaut und bis 1965 betrieben. Bis dahin im Saal des ehemaligen Gebirgshotel ein Wanderkino.  

1939

Hahnenklee und Bockswiese haben 1038 Einwohner in 200 Häusern und konnten 2500 Gästebetten anbieten. Es wurden 24 600 Gäste mit 281 000 Übernachtungen gemeldet
Am 9. November wurde von der Hildesheimer Bezirksregierung die Endgültige Auflösung der Holzberechtigung für die Oberharzer Bevölkerung vorgenommen. Damit hat auch die letzte Vergünstigung, die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit der Verkündigung von Bergfreiheiten begann, ihr Ende genommen.  

1939-1945

Bürgermeister Kaufmann Martin Weiß.
Zweiter Weltkrieg. Während der Kriegsjahre wurde der Ort von Zerstörung und Bombenschäden verschont.

1940

13. Januar 1940 Einweihung des Gedenksteins für den am 18. Juni 1939 in Elbingerode verstorbenen Oberförster i.R: Hermann Müller.
17. Januar 1940 Grossfeuer bei 26° Kälte. “Der Waldgarten” brannte bis zur ersten Etage aus.