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125 Jahre Heilklimatischer Kurort Hahnenklee-Bockswiese

eine Zeitreise von 1882 bis 2007
zusammengestellt von Kurt Meyerhoff und Axel Pfannkuche

Die Jahre 1991 bis 2000

1991

Detlef Makosch wurde bis 1996 neuer Ortsbürgermeister.
Verleihung des Paul-Lincke-Ringes an René Kollo.
Marta Lattemann-Meier wurde bis 1996 erneut Oberbürgermeisterin von Goslar.
“Haus Bergfriede” und das benachbarte “Haus Berlin” in der Triftstrasse /  An der Buchwiese, zwei etwa 1892 erbaute Fachwerkhäuser, jetzt im Besitz der hannoverschen “Henrietten-Stiftung” wurden abgerissen.
Verlegung neuer Schmutz-und Abwasserkanäle in der Lautenthaler Straße und Neugestaltung der Straße mit Parkbuchten.
Die Unterhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Oberharzer Wasserwirtschaft wurde am 1. April den Harzwasserwerken des Landes Niedersachsen übertragen.
Hahnenklee-Bockswiese hatte 145.265 Gäste und 738.246 Übernachtungen zu verzeichnen.  

1992

Verlegung eines Regenwasserkanals auf dem Höhenweg und Ausbau der Straße mit Pflastersteinen.
Nach Umbau des ehemaligen “Bergsanatoriums” Wiedereröffnung als “Seniorenresidenz Hahnenklee” mit 45 Betten im August 1992.
Verleihung des Paul-Lincke-Ringes an Christian Bruhn.

1993

Abriss des 1897 erbauten Fachwerkhauses des Müttergenesungsheimes der Evangelischen Frauenhilfe Bremen in Bockswiese. Im August 1994 Einweihung des neu erbauten Hauses.
Während der Bauerweiterung des Kurhauses stand bis 1995 ein Veranstaltungszelt im Kurpark.
27. Mai 1993 Bergschaden nahe der Süd-Ost-Ecke des Wohnhauses Lautenthalerstraße 1. Die etwa 1,50 x 1,50 m große Einbruchstelle des Erdreiches wurde umgehend im Auftrag des Oberbergamtes Clausthal mit grobem Kies verfüllt.
Hahnenklee-Bockswiese hatte mit 129.421 Gäste und 699.085 Übernachtungen einen erneuten Rückgang zu verzeichnen.  

1994

Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses in der Bockswieser Straße. Das neue Gebäude konnte am 5. November 1994 seiner Bestimmung übergeben werden. Offizielle Schlüsselübergabe am 31. März 1995.
Am 4. September wurde auf dem Gelände am Glockenturm auf dem Hahnenkleer-Hof-Gelände ein kleines Bergbaumuseum eröffnet.
Hahnenklee-Bockswiese hatte 142.090 Gäste und 710.787 Übernachtungen zu verzeichnen.  

1995

Seit 1995 liegt die Abwasserversorgung in den Händen einer “Stadtentwässerung GmbH”, welche die Stadt Goslar zusammen mit der Firma “Eurawasser” betreibt.
Die Wasserversorgung läuft weiterhin über die Firma NKW, eine 60%-ige Tochter der Stadt Goslar.
Am 14. April wurde das neue Kurhaus eingeweiht. Es bildet mit dem 1982 errichteten Kurzentrum eine Einheit.
Die vom Harzklub gegründete und betriebene “Heimatstube” mit angegliederter “Paul-Lincke-Gedächtnisstätte” findet hier Ihre neuen Räumlichkeiten.
Verleihung des Paul-Lincke-Ringes an Peter Maffey. Der Festakt findet aber erst 1996 statt.
Der Harzklub-Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese erhielt am 6. Mai 1995 anlässlich seines 100-jährigen Bestehens die Eichendorff-Plakette.

1996

Am 30. August 1996 erfolgte die Einweihung des 1. Abschnitts der Fußgängerzone von der Bockswieser Straße bis zum Emmas-Ruh-Weg. Der auf dem Postplatz erbaute Brunnen wurde mit Spendengeldern finanziert.
Im September 1996 eröffnete der Zevener Unternehmer Harald Kaufhold in dem von ihm im August 1994 erworbenen ehemaligen Verwaltungsgebäude der KFG, Rathaustrasse 16 eine Residenz “Altes Rathaus” mit 11 Ferienwohnungen.
Der Harzklub-Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese eröffnete am 26. September seinen zweiten Rollstuhlwanderweg. Er führt vom Parkplatz an der Stabkirche entlang des Oberen Schalker Grabens bis zum Oberen Grumbacher Teich.
Heinrich Wilgenbus wird neuer Ortsbürgermeister.
Privatisierung der Harzwasserwerke mit Umwandlung in eine GmbH.
Verleihung des Paul-Lincke-Ringes an Feddy Quinn.  

1997

Das Hotel “Hahnenkleer Hof” wurde -auch im Blick auf die EXPO 2000- um ein weiteres Haus auf insgesamt 98 Betten erweitert.  

1998

Am 30. Juli 1998 zählte Hahnenklee-Bockswiese 2.117 Einwohner.
Am 5. September wurde das erste Brunnenfest gefeiert. Der Brunnen (Rathausstrasse) erhielt von Klaus-Jürgen und Adelheid Elders einen aus Kupferblech getriebenen Hahn mit einem Kleeblatt.
Im September wurde die ehemalige Pension "Haus Hubertus", Theodor-Hein-Straße abgerissen.
Neben dem Glockenturm des Bergbaumuseums wurde zur Erinnerung an die Geburtsstätte des Harzmalers Wilhelm Riepe am 19. Dezember eine Gedenktafel enthüllt. Die Tafel wurde von der Firma Alape, Goslar gestiftet. Begleitend fand im kleinen Kursaal, jetzt “Wilhelm Riepe Saal”, vom 19. Dezember 1998 bis 6. Januar 1999 eine Ausstellung über Riepe statt.
In der Hindenburgstrasse 2, auf dem Gelände des ehemaligen E-Werkes, werden das Haus “Silvana” und das Haus “Montana” mit insgesamt 15 Eigentumswohnungen, bestehend aus 2- und 3-Zimmer-Einheilten, erstellt. In den Jahren 2000 und 2001 kamen die Häuser “Agricola” und "Herzynia” mit insgesamt 15 Eigentumswohnungen hinzu.

1999

Verleihung des Paul-Linck- Ringes an Klaus Doldinger.
Am 31. Juli feierte die “Jugendfeuerwehr” ihr 25-jähriges Bestehen.
Neuer Abwasserkanal auf dem Höhenweg.
Zur finanziellen Unterstützung der Kantorstelle an der Stabkirche und für die Durchführung von Konzertveranstaltungen wurde im Kursaal am 6.Oktober 1999 der Förderverein “Musikus” gegründet. Erster Vorsitzender wurde Pastor Dr. Henning Zibritzki.
Am 16. Dezember wurde im Kurmittelhaus eine Postagentur eröffnet. Danach wurde die Postfiliale Goslar 2 in der Rathaustraße 5 nach 87 Jahren geschlossen.
23. Dezember : Einrichtung einer Bushaltestelle am Hindenburgplatz nach dessen Neugestaltung und zusätzlicher Baumbepflanzung.
Die Haltestelle in der Rathausstraße, in Höhe der Postfiliale, wurde aufgelöst.
Hahnenklee-Bockswiese hatte 125.238 Gäste und 553.634 Übernachtungen zu verzeichnen.

2000

Seit 1. Januar trägt der Kursaal den Namen “Paul-Lincke-Saal”
In Hahnenklee-Bockswiese wurden 2.119 Einwohner gezählt.
30. April 2000 seit 75 Jahren Walpurgisfeiern in Hahnenklee-Bockswiese.
Am 9. Mai wurde mit dem Gerüstbau zur umfangreichen Renovierung der Stabkirche begonnen.  Die Kosten wurden mit 3,15 Millionen DM veranschlagt.
Am 15. Mai, erster Spatenstich von Ortbürgermeister Heinrich Wilgenbus zur Neugestaltung des “Kleinen Kurparks” in Bockswiese. Die Gesamtkosten wurden
mit 560.000 DM angegeben.
Im Mai wurde die 93 Jahre alte Bismarck Reliefplatte auf einen ca. 1,50 m hohen Findling vor der Bismarck-Eiche in der Rathaustrraße montiert.
Das am 11. Juni 1999 im ehemaligen Schüssler-Sanatorium eröffnete “Geriatriezentrum” wurde am 1. April 2000 von einem neuen Betreiber übernommen. 96 Plätze stehen im “Seniorenzentrum Hahnenklee-Bockswiese GmbH” zur Verfügung. Das Seniorenzentrum gab zum 30. März 2019 den Betrieb auf.
Am 9. September findet die erste Feuerwerks-Gala im Kurpark statt. Rund 20 Minuten brannte über den beiden Kranicher Teichen der Himmel.
Nach Beschluss des Orts- und Stadtrates erhält der Vorplatz des ehemaligen Postgebäudes den Namen “Paul-Lincke-Platz”.
An der Stabkirche wurde das Baugerüst Ende November entfernt.
Erstes Hahnenkleer Winterfest vom 26. bis 30. Dezember 2000. Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Brunnenfest.
Die Übernachtungszahlen für 2000 wurden von der KFG mit 554.574 angegeben.
Am 28. Dezember traf die Urteilsbegründung des Braunschweiger Verwaltungsgerichtes in Sachen Beschneiungsanlage am Bocksberg ein, die daraufhin gebaut werden konnte.